Ein Modell, bei dem viele Abschiede fielen und viele neue Türen sich öffneten. Willkommen Wasserkühlung, Aerodynamik und ein komplett neuer Antriebsstrang. Vier Ventile pro Zylinder und der größte, leichteste und natürlich schnellste „Serien“-Carrera aller Zeiten. Ein 3,4- und schon bald darauf sogar ein 3,6-Liter-Motor aus Stuttgart. Flüssigkeitsgekühlt und der erste 911, der nicht Ferdinands Zustimmung erhielt. Wird er in seinem luftgekühlten Himmel noch einmal durchdrehen? Wir glauben nicht. 1969 arbeitete Porsche bereits an sehr unklugen, lebensgefährlichen, aber vor allem unterhaltsamen Spielereien. So stand beispielsweise ein 6,0-Liter-Boxermotor mit 770 Stuttgarter PS (!) für den 917 bereit. Dieser blieb jedoch im Experimentierfeld und wurde nie realisiert. Was man daraus jedoch entwickelte, waren der Turbolader und das Sperrdifferenzial. Und die benutzte sie eifrig, Greta!
Der 996 Carrera 4S gilt für die meisten als der heilige Gral der „Omelett“-Scheinwerfer-Generation. Mit seinem breiten Heck, den dicken Reifen und dem Allradantrieb kann man Kurven extrem schnell durchfahren, ohne den Rhododendron des Nachbarn gegenüber zu beschädigen. Er fährt sich nicht nur am besten, sondern ist auch der schönste. Keine Spoiler, aber dafür Kardashians Po, Turbo-Felgen und zusätzliche Lufteinlässe.
Unserer? Schaltgetriebe. Scheckheftgepflegt. Frisch eingefahren, direkt aus einer Sammlung, sucht er wieder ein liebevolles Zuhause. Wenn möglich, unter einer beheizten Garage. Er hat es wirklich verdient! Bis bald?