Lotus. Eine Marke, bekannt für ihre wendigen, fast schon nervösen Kleinwagen. Und ja, wir verwenden das Wort „klein“ ganz bewusst. Denn für uns Niederländer, die wir Haferbrei essen, war es gar nicht so einfach, in den Exige, Elise und Elan ein- und auszusteigen. Was den Evora aber tatsächlich niederländischen Verhältnissen näher brachte, war sein deutlich höheres Gewicht. Während die Vorgängermodelle von Lotus bei etwa 1000 Kilo lagen, wiegt der Evora fast 500 Kilo mehr. Ist der Evora überhaupt noch ein Lotus, fragen Sie sich vielleicht. Absolut! Wo sich der durchschnittliche Lotus mit dem 1,8-Liter-Vierzylinder aus dem Toyota Corolla begnügen musste, griff das Evora-Team auf einen etwas stärkeren Motor aus dem Camry zurück. Klingt vielleicht nicht besonders aufregend, aber mit einem ordentlichen Turbolader hat man als Alltagsfahrer definitiv genug Leistung! Unser Evora S ist mit einem zusätzlichen Performance-Kit ausgestattet, das die Leistung auf 400 PS steigert. Und das ist beim Einfädeln auf der Nordschleife wirklich kein Problem mehr.
Und wenn wir ganz kritisch sind, bleibt es ein englisches Auto. Schrumpfkühe auf der Türverkleidung, Tastenbeleuchtung, die von jemandem mit einer leichten Allergie stammt, und unfertige Lüftungsschlitze. Aber ist das letztendlich das Wichtigste? Absolut nicht. Lotus selbst sagt zu Recht: Ein echter Fahrerwagen. Fahrwerk, Motor und Getriebe harmonieren perfekt und vermitteln großes Vertrauen. Dieser Evora S „Performance“ stammt aus erster Hand und hat erst 40.000 Kilometer zurückgelegt. Sehen wir uns bald, Schumi?