Nach einer längeren Pause präsentierte Maserati Anfang der 2000er-Jahre ein neues Quattroporte-Modell. Einer der schönsten Maseratis aller Zeiten, praktisch und alltagstauglich, mit dem himmlischen Klang des unverkennbaren Maserati-Motors: dem 64-Ventil-V8. Was will man mehr? Nun, wir können es kurz machen: Das Getriebe. Die Italiener hielten es für eine gute Idee, Ferraris eigenes DuoSelect-Getriebe in die Business-Limousine einzubauen. Ungeschickt, ruckartig und es schaltete genau dann, wenn man es nicht wollte. Auch die leicht eingeschnürte Frontpartie wirkte nach einigen Jahren etwas altmodisch. 2007 brachte Maserati die Erlösung und unserer Meinung nach den schönsten Quattroporte aller Zeiten. Neben dem dezenten Facelift überarbeitete ZF auch das Getriebe. Sie verwandelte sich von einer rauen Italienerin mit Beinhaaren in eine wunderschön ausgeglichene (und rasierte) Halbblüterin. Der italienische Charakter blieb unverändert, doch diese Variante (mit leichtem deutschen Akzent) sprach auch mit „u“. Sehr schön fürs Weihnachtsessen.
Unsere ist natürlich etwas ganz Besonderes. Sie hat ein X-Rohr, Sportauspuff und ist in einer der schönsten Farbkombinationen lackiert. Der Erstbesitzer wählte bei der Bestellung „keine Extras“ und ließ sie von seinem Händler warten. Insgesamt hat sie zwei Besitzer erfreut und das Straßenbild mit ihrem hohen Gesang für relativ wenige Kilometer bereichert.
Der Schlüssel zu einem außergewöhnlichen Leben ist buchstäblich ein Schlüssel. Bis bald?