Der Alfa Romeo Nuova Super 1300. Ein reinrassiger Italiener, geboren, um die sportlichen Väter der Familie zu verführen. Jedes Mal, wenn der Bolide seine volle Kraft entfaltet, spürt man, wie einem die Brusthaare wachsen – wahre italienische Leidenschaft! Die zwei obenliegenden Nockenwellen verleihen dem 1300er-Motor reichlich Leistung: 103 PS bei einem Gewicht von 454 kg. In den Jahren, als Lancia, Fiat und Alfa Romeo sich noch gegenseitig vom Markt verdrängten, war Alfa Romeo der unangefochtene Marktführer unter den kleinen Sportwagen. Die Wendigkeit des Alfa Romeo Giulia kommt am besten zur Geltung, wenn man ihn schnell durch enge Kurven steuert. Dabei müssen kleinere Fahrer leider eine etwas ungewöhnliche, breitbeinige Sitzposition einnehmen. Die Pedale hängen etwas zu weit im Fußraum, und das wunderschöne Holzlenkrad hat die Dimensionen eines Schiffssteuerrads. Nun ja, das gehört eben zum Charme eines charakterstarken Italieners. Ein Italiener wie diese Giulia 1300 Super, die ab 1972 dank der doppelten Rundscheinwerfer noch schöner aussieht.
Unsere stammt aus Italien und hatte bisher nur zwei Besitzer. Mit ihren originalen Unterlagen und der italienischen Zulassung ist sie ein echtes Schmuckstück. Und das ist sie auch: unrestauriert und dennoch absolut rostfrei. Das ist etwas ganz Besonderes für einen Italiener aus dieser Zeit. Die Carabinieri fuhren diese Alfas damals auch, allerdings ohne die inneren Scheinwerfer, die aus Drahtgeflecht bestanden. Wer kommt vorbei, um sie in unserem Clubhaus zu besichtigen? Bringt eure Sonnenbrille und euren Klebe-Schnurrbart für die Rückfahrt mit.