Ein Zylinder sagt mehr als tausend Worte.
Der Land Rover Defender. Ein Auto, das einst für Schnorchel, Bullenfänger, Seilwinden, Schützengräben und die afrikanische Savanne stand. Heutzutage hat es der durchschnittliche niederländische Defender etwas leichter. Die steilste Steigung ist die Brücke der Prinsengracht, und auch die Offroad-Tour über den sandigen Weg zum Reitunterricht ist schon was Besonderes, Baudouin! Aber nun ja, der Defender ist und bleibt, praktische Erwägungen beiseite, eine Ikone!
Die Vier- oder Fünfzylinder-Selbstzünder eignen sich hervorragend, um durch Schlamm zu kriechen und liefern viel Leistung bei niedrigen Drehzahlen. Der Nachteil: Das Erreichen von 100 km/h ist nicht so sanft wie ein durchschnittlicher Bartwuchs, und das Fahrverhalten ist wie bei einem Teenager, der nach der Corona-Krise zum ersten Mal aus der Kneipe kommt. Mit dem Zylinder hat der Defender-Ikone die „AMG- und SVR-Fahrer“ mit Zahnschmerzen lachen lassen. Wie? Ein LS3 mit scharfer Nockenwelle, gekoppelt an ein Tremec-6-Gang-Getriebe, natürlich mit einer maßgefertigten Sidepipe-Auspuffanlage inklusive Klappe. Notwendig? Nein. Spaß? Verdammt gut!
Und nun ja, bei Designo kann man heutzutage so ziemlich alles hoffen, aber nichts kommt an den Top(hat) heran. Carbon-Breitbaukotflügel, Detroit Custom-Felgen (Einzelanfertigung), komplett maßgefertigtes Fahrwerk, Flugzeugsicherungen auf dem Armaturenbrett mit Singer-Aero-Instrumenten und ein komplett handgefertigtes Aluminium-Armaturenbrett. Die Regale im Fond? Natürlich aus über 100 Jahre altem Holz eines Weinguts. Das macht den V8 mit geradem Auspuffrohr für die Schwiegereltern etwas schick! Übrigens, ein Weihnachtsbaum passt problemlos in den Kofferraum, also kann er auch für Papa selbst unter den Baum. Sehen wir uns bald?