Und das wurde wörtlich genommen, denn eine Zeit lang wurde der „neue“ Ferrari auf dem Chassis seines Vorgängers ausgeliefert und der Motor weiterentwickelt. Beim F430 war es nicht viel anders; er basiert auf dem Chassis des 360. Unter der Regie von Pininfarina entwarf Frank Stephenson (der auch für den „neuen Mini“ verantwortlich war) den F430. Wie beim Mini gibt es auch beim 430 viele Anspielungen. Die Kühlergrillöffnungen erinnern beispielsweise an den Ferrari 156 Formel-1-Rennwagen von 1961. Und es funktionierte: Bei hohen Geschwindigkeiten drückte einem die Schwiegermutter auf die Nase – 150 kg Abtrieb! Und nun zum Herzstück: dem F136-V8. Ein komplett neuer Motor im Vergleich zum 360. Wie der Name schon sagt, ein 4,3-Liter-Achtzylinder, der die meisten VTEC-Blöcke mit seinem Drehzahlbereich von 8.700 U/min in den Schatten stellt (beeeaaaaaaaaaa-a-a-a-a-ap). Die meisten Autohersteller machen jedes neue Modell sparsamer, Ferrari hingegen macht etwas Besonderes. Genau. Nicht damit, mit anderen Worten. Mehr Reichweite gibt es aber, wir vergrößern einfach den Benzintank!
Der F1-Bereich war bei seiner Einführung mit dem F355 nur etwas für Männer mit viel Brustbehaarung. Stöße, Schläge und es musste richtig heiß werden. Im 430er war es schon viel besser, so viel besser, dass wir sein „Temperament“ mit Schaltvorgängen unter die Rubrik Charakter und Emotion einordnen können.
Unserer ist noch einmal ein bisschen köstlicher… Die 70 Pfund mehr sind vernachlässigbar, aber dafür hat man seinen roten, tänzelnden Buckel – offen! Dieser heulende V8 und die mechanischen Nebengeräusche, das schwappende Kühlwasser und so launisch wie die aktuellen Benzinpreise. Das ist Emotion, purer Gesang. Ihr Interieur ist speziell, etwas mit noch mehr roten Ziernähten und schwarzem Leder. Und dann ist da noch die Laufleistung. Nur 9.765, sie ist gerade erst eingefahren… Wenn Sie uns fragen: Absolut einzigartig! Bis bald?
Der Kunde hat nicht immer Recht. – Enzo Ferrari.