Als der Ferrari California 2008 vorgestellt wurde, taten Puristen ihn als „Touristen-Ferrari“ ab. Bis sie ihn selbst fuhren. Denn sobald man den Startknopf drückt, ist von Touristenfeeling keine Spur mehr. Ein 4,3-Liter-V8 erwacht zum Leben, dreht bis 8.000 U/min und klingt wie ein feuriger italienischer Koch, der mit einer Kettensäge ein Duett singt. Unter der Haube arbeitet der F136, die gleiche Motorenfamilie wie im 430 Scuderia, hier jedoch etwas verfeinert, als hätte er sich für den Anlass eine Krawatte umgelegt. Ferraris erster Direkteinspritzer – sauberer, schneller und intelligenter als seine Vorgänger. Und das neue Doppelkupplungsgetriebe? Es schaltet blitzschnell. Der erste Ferrari, den Sie ohne Muskelkater fahren können und der dennoch so viel Fahrspaß bietet, dass Ihr Nachbar mit seinem 911er erkennt, dass es da draußen noch aufregendere Alternativen gibt.
Der California ist außerdem Ferraris erster Klappdachwagen: In nur 14 Sekunden verwandelt er sich vom Coupé in ein Cabriolet. Gerade genug Zeit, um in Ruhe einen Espresso zu genießen, während Ihr Lächeln breiter wird. Und falls Sie auf einer Cocktailparty Eindruck schinden wollen: Michael Schumacher war an seiner Entwicklung beteiligt.
Dieses Exemplar ist eine echte Rarität: In den Niederlanden ausgeliefert, lückenlos beim Ferrari-Händler gewartet, unfallfrei, mit einer akribisch gestempelten Optionsliste und Bedienungsanleitung. Seine Servicehistorie ist ein Musterbeispiel an Disziplin – genau das, was man von einem Ferrari erwartet, der mehr als nur schön ist.
Ein reinrassiger Ferrari aus Maranello, der italienisches Feuer so zugänglich macht, dass Sie ihn am liebsten jeden Tag aus der Garage holen möchten. Er vereint den puren, ohrenbetäubenden Nervenkitzel eines Saugmotor-V8 mit dem Komfort eines Grand Tourers. Im Grunde ein italienischer Gentleman mit kurzer Zündschnur.
Probier es aus, und du wirst es sofort verstehen. Bis bald?
„Es gibt keine Alternative.“ – Autocar