'Hast du den neuesten Porsche 911 Turbo gesehen? Nicht seit dem zweiten Gang.'
– Nissan GT-R
Und das ist kein Scherz, dieser Nissan hat die gesamte Supersportwagenwelt in Angst und Schrecken versetzt und sie quasi zurück ans Reißbrett geschickt. Wir erleben selten ein Auto, das uns wirklich sprachlos macht, aber dieser GT-R hat es geschafft. Im Normalmodus ist er ein wunderbarer Sportwagen, der viel – und besonders lange Strecken – verschlingt. Sobald man alle Knöpfe in der Mittelkonsole auf „R“ stellt, ist es eine völlig andere Geschichte. Fahrwerk und Lenkung reagieren so direkt, dass man beim Überfahren einer Euro-Münze erkennen kann, ob es Kopf oder Zahl war! Beim Starten merkt man, dass er nicht ganz serienmäßig ist. MRT Performance hat sich des GT-R angenommen und das Y-Rohr entfernt. Notwendig? Nein. Macht Spaß? Wow!!
Der 3,8-Liter-V6-Biturbo wird komplett von Hand von einem der vier speziell ausgebildeten Nissan-Mechaniker, den sogenannten „Takumi“, montiert. Um sicherzustellen, dass während der Produktion kein Schmutz in den Motor gelangt, erfolgt die Montage in einer speziellen, klimatisierten Hochdruckkammer. Nach der Montage wird jedes Getriebe individuell für den jeweiligen Motor angefertigt. Als Europäer dachten wir, wir wären präzise, aber die Japaner übertreffen uns. Sobald man einsteigt und den GT-R zum Leben erweckt, wird man neben dem wunderschönen Heulen des Motors mit zahlreichen Anzeigen und noch mehr Funktionen verwöhnt. G-Kräfte, Ladedruck, Temperaturen und sogar alle FIA-Rennstrecken sind Teil der Benutzeroberfläche. Wenn Sie denken, dass sie wie eine Playstation aussieht, liegen Sie richtig; Polyphony Digital (unter anderem die Entwickler von GranTourismo) hat die gesamte Benutzeroberfläche entworfen.
Bemerkenswert ist auch das Design. Dies war der erste Sportwagen, der teilweise von einem Computer entworfen wurde. Der Computer hatte eine Aufgabe: die bestmögliche Aerodynamik zu erreichen. Und das mit großem Erfolg: Der GT-R hat einen cW-Wert von nur 0,26 (!). Im Vergleich zu anderen Topmodellen ist das extrem niedrig (Ferrari Enzo 0,36, Porsche 911 GT2 0,34, Bugatti Veyron 0,39). Zusammen mit dem enormen Anpressdruck macht ihn das zu einem echten Supersportwagen-Killer. Jeremy Clarkson musste nach einer Fahrt im GT-R sogar ins Krankenhaus. Der Grund: Sein Nacken hielt den G-Kräften nicht stand. Wollen Sie sich also einen der begehrtesten zukünftigen Klassiker gönnen? Wir haben ihn im Angebot – aus dem letzten guten Baujahr – in Sammlerzustand. Besuchen Sie uns in unserem Clubhaus! Vergessen Sie Ihre Nackenstütze nicht.