Amerikanische Kraft, kombiniert mit italienischem Flair. Klingt fantastisch. Bis De Tomaso etwas entwickelte, das für uns eine der gelungensten Kombinationen aller Zeiten ist. Die eckigen Scheinwerfer eines Ford Granada, die Rückleuchten eines Alfa Romeo und das schlagende Herzstück des Ford Cleveland. Das Ergebnis? Ein 5,8-Liter-Motor, gekoppelt an ein 3-Gang-Automatikgetriebe. Etwas mit sattem Sound, gutem Einfädeln und rasanter Fahrt. Kein hochdrehendes Heulen, wie man es von durchschnittlichen Italienern kennt, sondern ein tiefbraunes, brachiales Brüllen. Spart so manche Zylinderkopfdichtung, das können wir Ihnen sagen!
Der Longchamp wurde ganze 17 Jahre lang in Modena gefertigt. Nein, lieber rationaler Sammler, geben Sie nicht gleich auf, die Produktionszahlen waren anders als erwartet. Es wurden nur 409 Exemplare gebaut, davon 395 Coupés und 14 Cabriolets. Sobald man einsteigt, versteht man sofort, warum. Reihen handgefertigter Veglia-Uhren und -Instrumente, umrahmt von dickem Chrom. Lederbezogene Kippschalter und der Duft einer durchschnittlichen, gepflegten Lederwerkstatt. Und natürlich nicht alles glatt und makellos; schließlich war es Modena, nicht München. Unser Exemplar? Seit 1989 auf niederländischem Boden, ursprünglich ausgeliefert ins Land der Pioniere und des billigen Benzins: die USA. Fast vollständig dokumentiert, goldgelb mit dunkelbrauner Volllederausstattung, perfekt gepflegt und bereit für viele weitere Fahrfreuden. Nun sucht er einen neuen, vernünftigen Fahrer mit italienischem Herz. A presto!
Nur ein Genie konnte von einem Auto wie dem Lobngchamp träumen... - De Tomaso