Sei der Draufgänger. Der BMW M2. Der einzige Vertreter der 2er-Reihe, der nicht in die Kategorie „Gran Divorce“ fällt. Kurzes Heck mit Entenbürzel, breite Hüften, die volle Kraft des legendären Reihensechszylinders auf den Hinterrädern. Diesmal mit zwei Kompressoren, die die bayerischen PS noch härter treten lassen. Driften, versteht sich.
Zum Glück kam nach einer eher steilen Lernkurve für BMW-M mit den SMG-Getrieben das erneuerte M DCT im M2. Das erste, bei dem wir den manuellen Schalthebel nicht vermissen! Und das in Kombination mit dem DSC-System. Ein System, das dich, solange du den Lenkeinschlag nicht zu steil stellst, bei Drifts unterstützt. Etwas, das jeden Durchschnittsvater wie Ken Block aussehen lässt. Wenn du dich traust.
Die hochtrabende Behauptung, der „beste BMW aller Zeiten“ zu sein, ist schlichtweg wahr. Ja, der macht sogar noch mehr Spaß als der 1M oder der E30 M3. Sowas sieht man heutzutage kaum noch, in Zeiten von Greta, Dyson-Dreizylindern, Resonanzlautsprechern für ein besonderes Erlebnis und anderem Schnickschnack. Früher war alles besser, außer bei BMW. Dort fährt man zwar einen reinrassigen Sportwagen, aber mit Apple CarPlay und der GoPro-App auf dem Display, um die Rundenzeiten unter acht Minuten auf der Nordschleife festzuhalten.
Unserer? Ja. Richtig schön. Fast voll ausgestattet. Die wichtigsten Extras (großer Multimedia-Bildschirm, Apple CarPlay und M Performance Bremsen) sind selbstverständlich vorhanden. Er wurde stets beim BMW-Vertragshändler gewartet und hat noch ein Jahr BMW-Garantie (!). Vernünftigerweise gibt es auch kein „Ja, aber“ mehr mit der Frau, spart viel Diskussion und vielleicht sogar ein kurzes Nickerchen auf der Couch.
Bis bald?