Als ob dieser Satz eigensinnig für den 8C erfunden worden wäre. Ein zweites und drittes Synonym für den 8C ist eigensinnig und einzigartig. Das passt auch zu seinem einzigen und ersten Besitzer, Jan des Bouvrie. Auch er sah in den wunderschönen Linien des zukünftigen Klassikers seine Rettung. Bei seiner Markteinführung war der 8C in drei Farben erhältlich, aber Jan wollte ihn weiß. Nach einigen Anrufen beim Hauptimporteur in den Niederlanden wurde eigens für Jan ein weißes Exemplar organisiert. Und seien wir ehrlich, als Enthusiasten: Ein Alfa der Extraklasse, 8 Zylinder und alle Gene eines Supersportwagens. Der Preis übrigens auch – etwas, das wir normalerweise für eine Immobilie ausgeben. Aber, lieber Kreditgeber, dieser rollende Tempel hat genauso viel rationales Potenzial wie der derzeit überhitzte Immobilienmarkt! Viele moderne Hommagen erfüllen nicht die Erwartungen. Vor allem, weil das Alte so ikonisch war, dass das Neue kaum etwas anderes tun kann, als zu enttäuschen. Alfa Romeo gehört zu den wenigen, die das können. Der Motorblock wurde in Zusammenarbeit mit Maserati entwickelt. Schließlich wissen die Jungs aus Bologna, was sie mit der 64-Ventil-Kakophonie anfangen. Alfa hat dem Ganzen noch etwas Biss und Leidenschaft verliehen. Das Endergebnis? Verdammt, ist das gut! Ein noch aggressiveres und schärferes Brüllen aus dem 4,7-Liter-Motor, noch mehr Nachbrenner und vor allem noch mehr Gänsehaut!
Sie wurde kürzlich von dem Alfa-Händler, der sie damals auch neu ausgeliefert hat, komplett gewartet. Mit ihren 19.000 Kilometern ist sie eingefahren, hat uns aber noch nicht genug Freude bereitet. Einer der 500 italienischen Helden, gefahren von einer absoluten niederländischen Stilikone. Müssen wir noch mehr sagen? Wir sehen uns bald.
- Wenig überraschend: Weiß dominiert. „Nicht, weil ich es so schön finde, sondern weil es Raum schafft und fantastisch mit der Kunst und den Linien harmoniert. Ich habe sie hier einmal schwarz lackiert, aber das hat mich total deprimiert.“ - Jan des Bouvrie