Honda, eine Marke, die sofort Erinnerungen weckt. Jazz, Civic und Accord waren treue Begleiter für den Durchschnitts-Großelternteil. Doch Honda wollte sein angestaubtes Image abstreifen und entwickelte unter anderem zusammen mit Ayrton Senna den NSX. Für den US-Markt sah die Sache etwas anders aus; so wie die Pizza laut dem durchschnittlichen Amerikaner von dort kommt, war auch Japan ein etwas heikles Thema. Deshalb brachte Honda Acura auf den Markt. Und seien wir ehrlich, es klingt auch viel besser! Die Inspiration für die „Glaskuppel“ als Dach und das Armaturenbrett stammte vom F16. Das klang als Konzept sehr vielversprechend! Honda erkannte auch, dass der durchschnittliche Reiskocher nicht groß genug für einen globalen Markt war, auf dem Burger- und Brinta-Esser auch einen sportlichen Flitzer für Haus, Garten und Küche fahren wollten. Sie lösten dieses Problem, indem sie 15-Zoll-Felgen vorne und 16-Zoll-Felgen hinten montierten. Dies, zusammen mit Klimaanlage, ABS, Servolenkung, elektrischen Fensterhebern, elektrischen Außenspiegeln und Lederausstattung, machte ihn zu einem komfortablen Sportwagen. Etwas, das man in Europa erst viel später verstand: Nicht jeder fährt im Alltag mit einem Nierengurt.
Was wir heute dank des F1 und des GT-R bereits kennen, ist, dass neben den Deutschen auch die Japaner in Sachen Autos absolut keinen Humor haben. Sie waren während der Produktion sogar so streng, dass man im Werk Takanezawa nur arbeiten durfte, wenn man eine makellose Karriere von mindestens 10 Jahren bei Honda vorweisen konnte. Es ging sogar so weit, dass der Lack in 23 Schritten aufgetragen wurde und die erste Acura-Charge (300 Einheiten) von Herrn Honda im Ankunftshafen angehalten und mit schöneren Acura-Logos versehen wurde.
Endergebnis? Ein VTEC-V6-Block mit Titankolben, 8.400 U/min und dem VTEC-Einsatz (braa-BAEEEEEEEEP) ab 4.800 U/min. 274 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Jetzt bist du dran, Nachbar. Unserer? Schwarz auf Schwarz, vollständig dokumentiert, geringe Laufleistung, Originallack und Schaltgetriebe. Genau so, wie es sein soll.
Bis bald?