1996 wurde der Ferrari 550 Maranello erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Auto, das vieles verkörperte, aber auch aufhörte, sich zu verstellen. So verschwand beispielsweise die beengte Rückbank des 456 und machte Platz für einen Gepäckraum. Ein echter Zweisitzer für lange Strecken, mit dem Temperament eines Italieners, der gerade aus der Espressobar kommt. Der V12 des 550 ist – in der Tat – etwas bipolar. Unter der Haube ist er ein wunderbares Auto für Touren und komfortables Fahren. Doch sobald man den 5,5-Liter-V12 startet, beschleunigt der Wagen mit dem Golfbag im Kofferraum in 4,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. VORSICHT!
Und dann noch ein Wort zu diesem großen Chromschalthebel in der Mitte ... Genau deswegen tun wir es ja auch.... Jedes Mal, wenn man den wunderschönen Schalthebel an seinen Aluminiumführungen entlangzieht, begleitet vom typischen "Klack-Klack"-Geräusch beim Gangwechsel und dem Brüllen des V12, spürt man, wie einem die Brusthaare wachsen. Was für ein prächtiges Rennpferd! Beintraining im Fitnessstudio kann man sich ab sofort sparen, der 550er sorgt für ordentlichen Nachwuchs. Mann, wie gut die Jungs in Maranello einen doch die Vernunft vergessen lassen können ... Selbst unter Testfahrern ist er bekannt und wurde 2000 und 2001 zum Motor des Jahres (4,0 l+) gekürt.
Insgesamt wurden 3.083 Stück gebaut. Und wir? Wir haben natürlich auch einen dieser 3.000, aber unserer ist etwas ganz Besonderes. Unserer ist Swatters Blu. So wie Pozzi in Frankreich seine eigene (ebenfalls dunkelblaue, aber einfarbige) Farbe erhielt, bekam Jacques Swatters als Hauptimporteur Belgiens seine eigene dunkelblaue Metallic-Lackierung. Dazu eine dunkelrote Lederausstattung, scheckheftgepflegt und vollständig dokumentiert.
"Ein Ferrari ist ein Traum. Die Menschen träumen davon, dieses besondere Fahrzeug zu besitzen, und für die meisten wird es ein Traum bleiben, abgesehen von den wenigen Glücklichen." – Enzo Ferrari.