Der Ferrari 208 GTB Turbo. Ein reinrassiger Italiener, der im Nachhinein betrachtet einen krassen Gegensatz zum Rest der Modena-Modelle bildet. Wie Sie vielleicht wissen, nahm Ferrari nie wirklich Rücksicht auf den Geldbeutel des Kunden. Billige Autos für jedermann? Selbst Enzo würde sich umdrehen. Einmal legte Enzo die Hand aufs Herz, um den italienischen Autoliebhaber zu treffen. Während sich der Rest der Welt noch Sorgen um die Rückkehr des altmodischen Coca-Cola-Rezepts, die Einführung von CDs und Tschernobyl machte, entwickelte Italien seine erste Klimaanlage. Die Kfz-Steuer richtete sich nach dem Hubraum. Da kann sich der Nachbar mit seinem Colombo V12 eine Scheibe abschneiden! Als Antwort darauf präsentierte Ferrari den 208 GTB, basierend auf dem 308 GTB. Exakt dasselbe Auto, nur dass man statt 3 Litern Hubraum, verteilt auf 8 Zylinder, 2 Liter Hubraum, verteilt auf 8 Zylinder, bekam. Was für ein schreckliches Zugeständnis, denken Sie jetzt vielleicht! Aber keine Sorge, Enzo hatte seine eigenen Leute im Blick! Er hat einen Turbo eingebaut. Und der hat es in sich! Wir finden, er ist ähnlich wie der 930 Turbo; und auch der ist kein Zuckerschlecken!
Wir hören schon die Gedanken des rationalen Sammlers: Dem können wir nur zustimmen. Insgesamt wurden 437 Exemplare des 208 GTB Turbo gebaut. Dieser hier? Modenarot, beiges Sportinterieur, der klassische Aluminium-Schalthebel (Bruooaaaaap KLIK-KLIK) und das springende Pferd auf der Lenkradnabe. Ferrari pur; der passt perfekt unter den Weihnachtsbaum für Papa.
Voilà!