Der Zweite Weltkrieg war vorbei, die Wirtschaft erholte sich langsam, und so beschloss Volkswagen, dass es Zeit für ein wirklich schönes Auto war. Sicher, Volkswagen hatte bereits einige Volk-Modelle im Angebot, aber noch keinen echten Sportwagen. Also wandten sich die Männer in Wolfsburg an Karmann, den Karosseriebauer, der schon viel mit Volkswagen zusammengearbeitet hatte. Dieser wiederum kontaktierte den Designer Ghia in Turin. Die Deutschen und Italiener verstanden sich nach wie vor gut. Ghia entwarf damals Autos für Marken wie Jaguar, Mercedes, Rolls-Royce und Ferrari – um nur einige zu nennen. Und diese dreifache Zusammenarbeit erwies sich als goldrichtig, denn so entstand der elegante Volkswagen Karmann Ghia. Der Vorbesitzer, einer der größten Bentley- und Maserati-Sammler der Welt, hatte nur ein einziges Traumauto: ein Lieblingsauto aus seiner Jugend. Richtig geraten: den Volkswagen Karmann Ghia. Und auch er hatte eine Idee für ein solches Trio. Aber eben doch ein bisschen anders. Er hatte seine Lieblingsfarbe für ein Auto bei Maserati entdeckt, nämlich „Grigio Granito Metallico“, und deshalb wurde der Wagen komplett in dieser Farbe neu lackiert. Und die Innenausstattung? Die hat er natürlich von Bentley übernommen. Das Ergebnis: Der Innenraum ist komplett mit Connolly-Leder ausgestattet – wieder einmal die perfekte Kombination verschiedener Marken.
Natürlich ist auch der Motor nicht ganz original geblieben. Er wurde von Onkel Ferry getunt und mit Hilfe einiger Teile des 356er-Modells soll er nun auf modernen, schnellen Straßen unterwegs sein. Wie Sie sehen, hat der Besitzer weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Wagen in einen perfekten Zustand zu versetzen. Mehr als 70.000 Euro wurden in die Restaurierung investiert, und das Ergebnis ist beeindruckend! Alles ist vollständig dokumentiert, und alle Rechnungen sind vorhanden.
Er freut sich darauf, wieder mit uns auf der Straße unterwegs zu sein. Der Wagen hat aktuell nur 1966 Kilometer auf dem Tacho und ist in absolut perfektem Zustand. Bis bald?