Viele Enthusiasten würden sich freuen, einen Sportwagen aus den 1930er-Jahren zu besitzen, ohne mit veralteter Technik in einen Topf geworfen zu werden. Und genau hier kommt unser Morgan 4/4 1600 ins Spiel. Seit seiner Markteinführung vor sieben Jahrzehnten ist die ikonische Silhouette zu einem prägenden Merkmal des Wagens geworden, und das ist natürlich eine hervorragende Nachricht. Denn er ist ein echter Hingucker. Jeder erkennt dieses Auto an seinem zeitlosen und eleganten Stil, und britischer als ein echter Morgan geht es kaum. Das Design ist seit den 1950er-Jahren unverändert geblieben, worüber wir uns sehr freuen. Der Name 4/4? Er erklärt sich dadurch, dass unter der Haube ein Vierzylinder-Ford-Motor mit 1600 cm³ Hubraum und 84 PS steckt. Die zweite Vier? Sie kommt daher, dass der Wagen auf vier Rädern fährt. Logisch, sollte man meinen, oder? Aber nicht für Morgan, die ursprünglich dreirädrige Autos bauten. Eine bahnbrechende Revolution also für die traditionsreiche britische Marke aus Malvern!
Und dann unser Exemplar. Ein original in den Niederlanden ausgelieferter Wagen in „Sports Black“ mit dezenten englischen Flaggen an der Seite. Cool! Hinten befindet sich ein Lederkofferraum, der genau das Richtige für ein vergnügliches Wochenende bietet. Im Innenraum fallen sofort das Holzarmaturenbrett und die tiefe Sitzposition ins Auge, von der aus man über die lange, elegante Motorhaube blickt, die mit einem Lederriemen verschlossen wird. Der Rest des Interieurs ist beige mit Ledersitzen. Nicht im Concours-Zustand, aber das ist kein Nachteil. Es ist ein Auto, mit dem man sorgenfrei und unbeschwert unterwegs sein kann. Der Wagen wurde stets vom Importeur gewartet (zuerst Nimag, dann Louwman), der Motor ist so modifiziert, dass man einfach Euro 98 tanken kann, und die Wartungsrechnungen sind vorhanden. Außerdem wurde dieser Wagen letztes Jahr einem Leistungstest unterzogen und hat in all den Jahren nur 2 PS verloren.
Und wie Morgan-Experte John Worral sagt: „Niemand wäre so grausam, einen Morgan in den Zustand zurückzuversetzen, in dem er das Werk verlassen hat!“ Amen. Sehen wir uns bald wieder?