Ein französischer Autoliebhaber, ein italienischer Aristokrat, ein 4,1-Liter-Motor mit 25 PS, der über 100 km/h erreichte – und das alles auf Holzspeichenrädern. Bremsen? Für Weicheier! Wenn einem da nicht die Brusthaare wachsen, dann wissen wir auch nicht weiter. Und dann ist da noch der Spider, der genauso eng mit der Marke verbunden ist wie die zuvor genannten Dinge. Seit 1966 in Produktion. Schon damals ein 5-Gang-Getriebe, Heckantrieb, offen und mit Sexappeal. Alfas sind aber auch für ihren „Charakter“ bekannt, was heutzutage ein wunderbar flexibler Begriff für „gelegentlich technisch unfähig“ ist. Jede Medaille hat zwei Seiten, und so hatte Alfa Anfang der 2000er-Jahre etwas weniger Glanz im Twin. Der große GM-Konzern schluckte Alfa und fusionierte die Marke mit Opel. Wie die meisten Zwangsehen war auch diese alles andere als glücklich. Das Einzige, worüber wir uns halbwegs freuen können, ist der von Opel geliehene Motorblock, der die Alfa-Würze bekommen hat. Der 2.2 JTS ist mit dem Schaltgetriebe ein agiler Flitzer. Zusammen mit der gelungenen Farbkombination, dem Schaltgetriebe und dem Verzicht auf Extras – worauf warten wir noch? Lasst uns offen fahren, mit dem vernünftigen Bruder der italienischen Leidenschaft. Bis bald?
- Sex macht wahrscheinlich mehr Spaß als diesen Spider zu fahren. Allerdings tankt er schneller wieder auf als du. -