- Eine Fahrt im 3.3 Carrera Turbo und Sie werden verstehen, warum die meisten Raketenwissenschaftler Deutsche sind -
Ein Porsche, der alle Sinne schärft: der Porsche 930 Turbo. Unter Enthusiasten als Witwenmacher bekannt. Warum? Weil dieser „Neunelfer“ neben dem exzellenten 3,3-Liter-Boxermotor auch einen großen Turbolader besitzt. Der 911 S war bereits für seine Dualität bekannt. Er war ideal für Touren, aber wenn man die Leistung des Boxers forderte, musste man aufgrund des hohen Gewichts, das hauptsächlich auf der Hinterachse lastete, äußerst vorsichtig sein. Diese Eigenschaften wurden durch den großen Turbolader im 930 noch verstärkt.
Der Name Witwenmacher soll die Sinne anregen, aber „wirklich gefährlich“ ist das Auto nicht. Ferdinand Porsche schenkte den allerersten 930 Turbo schließlich seiner Tochter Louise Piëch. Neben Porsches Liebe zum 930 Turbo haben sogar Künstler das Fahrerlebnis in ihren Liedern beschrieben. Denken Sie an KK Downing, den Autor des Songs „Turbo-Lover“, oder an Judas Priest mit seinem Album „Turbo“.
Dieser temperamentvolle 911er ist sich seines Potenzials durchaus bewusst. Vielleicht ähnelt die Geschichte des 911 Turbo dem Leben eines durchschnittlichen Künstlers. Sie begann (mit dem 930) mit wilden Auswüchsen, die viele tief beeindruckten und mitunter auch enttäuschten. Heute, nach viel Feinschliff, Struktur und Ausgewogenheit, sind sie besser, aber weniger exzentrisch, und das Fahrerlebnis ist „dreister“.
Damals war der 930 Turbo ein direkter Konkurrent des Lamborghini Countach und des Ferrari 356 GT4 BB. Mit seinem Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden ist er auch heute noch ein sehr schnelles Auto. Nach Produktionsankündigung war Porsche von der Anzahl der Reaktionen und Reservierungen überwältigt. Die geplante Produktionszahl der ersten Edition von 500 wurde umgehend auf 1.000 verdoppelt. Letztendlich wurden weltweit rund 18.000 Stück ausgeliefert.
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